Der Klassiker im Winter und auf dem Weihnachtsmarkt ist neben Punsch und Glühwein eindeutig die Feuerzangenbowle. Hier erfährst du, wie du dich auch zu Hause das leckere Kultgetränk zubereiten kannst.

Woher stammt die Feuerzangenbowle?

Bekannt wurde Punsch in Deutschland erstmals offiziell um 1740, hauptsächlich als stark alkoholisches und günstiges Heißgetränk für Seeleute. Die Zutaten ähnelten auch damals schon – mit Rum, Wein und Zucker – vielen modernen Rezepten. Doch bereits zu Zeiten des römischen Imperiums und später im Mittelalter galt die Feuerzangenbowle als besonders luxuriöses Getränk. Oft fanden dabei hochwertige Schnäpse (meist Kirsch oder Wacholder) Verwendung. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit die Feuerzangenbowle, die auch heute noch auf keiner Feier fehlen darf.

Rezept für Feuerzangenbowle

Wenn du auf der nächsten Weihnachtsparty deine Gäste statt mit langweiligem Getränken lieber mit einer Feuerzangenbowle überraschen willst, kannst du diese ganz einfach selbst herstellen.

Zur Zubereitung der klassischen Feuerzangenbowle benötigst du:

  • einen Topf
  • eine Flasche Rum
  • einige dünne Scheiben Zitrone, wahlweise auch Orangen, Äpfel oder Ingwer
  • Rotwein
  • einen Zuckerhut
  • und eine Feuerzange.

Zunächst musst du den Topf mit Rotwein und den geschnittenen Obstscheiben füllen. Als nächstes übergießt du den Zuckerhut mit Rum. Danach bringst ihn mit der Feuerzange über dem Topf an und zündest ihn an. Der schmelzende Zucker tropft so langsam in den Topf. Möchtest du die blaue Flamme besonders zur Geltung bringen, bereite die Bowle am besten in einem abgedunkelten Raum zu. Ist der Zuckerhut nach einigen Minuten vollständig geschmolzen, kannst du die Feuerzange vorsichtig entfernen und die Mischung im Topf gründlich umrühren. Serviere die Bowle am besten sofort, damit sie noch schön heiß ist.

Alternativen zum klassischen Rezept

Abgesehen von der klassischen Feuerzangenbowle, die als Basis einen mit braunem Rum getränkten Zuckerhut hat, kannst du dich durch eine Vielzahl an Variationen und Zutaten probieren, um das beste Rezept zu finden. Bei der weißen Feuerzangenbowle kannst du zum Beispiel statt dem braunen Rum auch weißen Rum verwenden und Weißwein anstelle von Rotwein.

Ein weiteres Rezept erfordert in der Zubereitung die Verwendung von Glühwein, in den der in Rum getränkte schmelzende Zucker tropfen soll. Als Variante mit dem höchsten Alkoholgehalt solltest du bei dieser Kombination von zwei Weihnachtsklassikern darauf achten, den Geschmack mit ausreichend Zitronen- oder Orangenscheiben auszubalancieren.

Als weniger hochprozentige Alternative kannst du als Basis auch Apfelsaft, Most oder einen Fruchtsaft deiner Wahl verwenden. Die Verwendung von Rum lässt sich zwar nicht vermeiden, da der Zuckerhut in Alkohol getränkt sein muss, um zu brennen, allerdings verdampft der meiste Alkohol durch das Abbrennen.

Wichtig ist bei allen Rezepten, dass du die offene Flamme des brennenden Zuckerhuts nicht erneut mit Alkohol begießt.

Heinz Rühmanns Feuerzangenbowle

Der gleichnamige Film „Die Feuerzangenbowle“ von Heinz Rühmann aus dem Jahr 1944 ist eine deutsche Kult-Komödie, bei der sich eine Gruppe Lehrer bei einer gemeinsamen Feuerzangenbowle an ihre Schulzeit zurückerinnert. Der Film wurde in den Ufa-Studios in Babelsberg gedreht und wird auch heute noch regelmäßig zur Weihnachtszeit im Fernsehen gezeigt. Dass der Film noch heute ein aktueller Klassiker ist und sich aus der kalten Jahreszeit nicht mehr wegdenken lässt, trägt wohl auch dazu bei, dass die Feuerzangenbowle nach wie vor ausgesprochen beliebt ist.

Mit unseren Tipps und Rezepten steht deinem gemütlichen Abend mit Feuerzangenbowle und diesem Klassiker nichts mehr im Wege.