Maßvoll sein heißt es auch beim Grillen. Minderwertiges Fleisch, üppige Grillsaucen und der ausgiebige Genuss von alkoholischen Getränken können die Gesundheit belasten. Gesundes Grillen kann so leicht sein.

Zum gesunden Grillen gehört gute Fleischqualität

Für die meisten Menschen ist Fleisch nicht von der Speisekarte wegzudenken. Dabei führt übermäßiger Fleischkonsum zu einer Vielzahl von Krankheiten. Besonders Würstchen oder Grillfleisch wie Schweinebauch haben zudem einen hohen Fettgehalt. Die beste Wahl um gesund zu grillen ist Grillfleisch aus artgerechter Haltung in Bio-Qualität oder Fisch mit MSC-Siegel. Bei hochwertiger Ware kann auch auf Marinade verzichtet werden. Marinade enthält oft Zucker und birgt durch die Hitzeeinwirkung des Grillens eine zusätzliche Gefahr. Denn beim Grillen von „gezuckertem“ Fleisch entstehen sog. verzuckerte Proteine, die Entzündungsreaktionen fördern und damit das Risiko für Herzkreislauferkrankungen oder Alzheimer erhöhen können. Daher ist es immer besser für ein gesundes Grillen die Grillmarinade einfach selber herzustellen.

Holzkohle vs. Elektrogrill

Auch heute noch ist der Holzkohlegrill die beliebteste Grilloption. Liebhaber schwören auf das einmalige Aroma. Doch das Grillen mit Holzkohle ist auch die ungesündeste Zubereitungsart bei Grillen. Fett, Fleischsaft oder Marinaden tropfen beim Zubereiten in die Glut und sorgen für das Entstehen von sogenannten heterozyklischen aromatischen Aminen (HAA) und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK). Die aufsteigenden Dämpfe umgeben das Grillgut mit diesen krebserregenden Stoffen und lagern sich darauf ab. Sie werden mitgegessen und eingeatmet. Ein weiterer Nachteil des Holzkohlegrills ist, dass sich die Wärmeentwicklung nur schlecht steuern lässt. Fleisch und Würstchen können schneller anbrennen als bei anderen Grillarten, wo man die Wärmeverteilung und -entwicklung steuern kann. Wem der Elektrogrill zu langweilig ist, kann alternativ auch einen Gasgrill anschaffen. Mit diesem ist gesundes Grillen immer noch besser möglich als mit dem Holzkohlegrill.

Darf es auch mal Gemüse zum Grillen sein?

Eine gesunde und günstige Alternative zu Fleisch können Grillbeilagen wie Gemüse oder Obst sein. Gemüse enthält wertvolle Vitamine und Mineralstoffe und ist zudem kalorienarm. Zucchini, Paprika oder Auberginen sind besonders geeignet. Zucchini und Auberginen längs in Scheiben schneiden, Paprika achteln, und mit einer Marinade aus hochwertigem Olivenöl, Pfeffer, Salz, Rosmarin und Knoblauch bestreichen und ab auf den Grill damit. Schön sind auch ganze Maiskolben, die pur auf den Grill gelegt werden. Anschließend vor dem Servieren mit Butter einstreichen und mit Salz bestreuen. Wer es exotisch mag, sollte einmal gegrillte Ananas probieren – ein echter Geheimtipp unter Grillfans.

Beilagen und Grillsaucen für ein gesundes Grillen

Wer aus Gesundheitsgründen mit dem Elektrogrill grillt und das Raucharoma vermisst, kann Grillsaucen mit Raucharoma ausprobieren. Ansonsten solltet ihr Grillsaucen eher sparsam verwenden, denn sie enthalten viel Zucker. Gesund grillen könnt ihr mit Kräuterbutter, am besten selbstgemacht, auch Pfeffer und Salz reichen für den perfekten Steakgenuss aus, wenn man in hochwertiges Fleisch investiert hat. Gesunde Beilagen sind Gemüsesalate, wie z. B. Tomate-Mozzarella oder Gurkensalat oder ein grüner Salat. Von Fertigdressings ist abzuraten, denn sie enthalten oft minderwertiges Fett und viel Zucker. Hochwertiges Olivenöl und Balsamico sind die perfekten Salatbegleiter.