Mariniertes Fleisch und eingelegte Grillkäse sind Klassiker auf dem Rost. Beim Frischetest sollten wir uns vor allem auf unseren Geruchssinn verlassen.

Altes Fleisch schwer zu entlarven

Fertig mariniertes Grillfleisch füllt ganze Regale im Supermarkt. Ob Schwein, Rind oder Geflügel: Mariniertes Fleisch mit klassischen oder exotischen Marinaden in verschiedenen Farben und Geschmacksrichtungen prangt uns entgegen. Fertig mariniertes Fleisch ist vor Jahren in Verruf geraten, da es bei Stichproben im wahrsten Sinne des Wortes alt aussah. Verbraucherschützer bemängelten teilweise eine hohe Keimbelastung und altes Fleisch. Das hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Trotz alledem ist es beim Einkauf ausgesprochen schwierig, mariniertes „Gammelfleisch“ zu entdecken. Frisch muss dies nämlich bei Schwein und Rind nicht unbedingt sein. Die Hersteller dürfen auch aufgetautes Rind- und Schweinefleisch verwenden. Und das müssen sie noch nicht mal kennzeichnen.

Fertig mariniertes Fleisch immer vollständig durchgaren

Für den Verbraucher steigt bei aufgetautem Fleisch die Gefahr, dass es sich um ältere Ware handelt, die noch schnell abverkauft werden soll. Altes Fleisch ist jedoch anfälliger für Keime, selbst wenn Händler dieses vorschriftsmäßig lagern. Fertig mariniertes Fleisch solltest du deshalb besser immer vollständig durchgaren! Spätestens, wenn sich das Fleisch grünlich verfärbt hat, schmierig ist, die Verpackung sich aufbläht (bei eingeschweißtem marinierten Fleisch) oder schlecht riecht, solltest du es besser nicht mehr Grillen! Fleisch solltest du übrigens im Kühlschrank immer ganz unten auf der Glasplatte über dem Gemüsefach lagern. Denn dort ist die Kühlschranktemperatur am niedrigsten. Außerdem solltest du mariniertes Fleisch aus Schutzgasverpackung innerhalb eines Tages verbrauchen, wenn die Verpackung geöffnet ist. Kauft du marinierte Steaks beim Fleischer deines Vertrauens kannst du dich direkt über die Frische des Produktes informieren. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kauft besser Frischfleisch und mariniert dann selbst. Hier ist das Risiko am geringsten, älteres und keimbelastetes Fleisch zu erwischen.

Bei mariniertem Grillkäse auf den Geruch achten

Grillkäse ist eine großartige Grillidee für alle, die gerne fleischlos grillen möchten oder sich einfach mehr Vielfalt auf dem Rost wünschen. Auch fertig marinierte Grillkäse bieten die Supermärkte immer häufiger an. Häufig sind diese Grill- und Pfannenkäse mit frischen Zutaten wie Tomaten und Lauchzwiebeln bestückt, so dass hier im Gegensatz zu mariniertem Fleisch die Marinade nicht zur Maskierung von älterer Ware taugt. Auch verfärbt sich Käse nicht unbedingt typisch wie Fleisch beim Verderb. Kommt dir ein säuerlicher oder bitterer Geruch entgegen, ist der Käse nicht mehr genießbar und du solltest ihn besser entsorgen. Feta- oder Halloumipäckchen für den Grill sind übrigens ganz schnell selbstgemacht und bieten eine willkommene kulinarische Abwechslung.