Ein Abendessen unter lieben Freunden, guter Wein und lustige Stimmung – das sind die Hauptzutaten für ein gelungenes Menü. Was ihr sonst noch braucht, verraten wir euch hier.

Ideen für ein Menü unter Freunden

Wer viele Gäste erwartet, bereitet meist ein Buffet zu. Der Vorteil ist dabei das vielfältige Angebot, aus dem die Besucher nach Herzenslust wählen können. Ein Menü hat dagegen eine festgelegte Speisenfolge. Dennoch bieten die verschiedenen Gänge vielfältige Möglichkeiten. So ist für jeden Gast etwas passendes dabei, um den individuellen Geschmack zu treffen.

Dabei gilt: Je mehr Speisen serviert werden, desto größer ist die Vielfalt – aber auch der Aufwand für den Gastgeber. Um ein Menü zu planen, sollten daher einige grundsätzliche Fragen für das Menü im Vorfeld geklärt sein, zum Beispiel:

  • Wie viele Gäste erwarte ich?
  • Geschirr und Besteck: Für welche Gänge besitze ich etwas?
  • Welche Küchengeräte stehen mir zur Verfügung?
  • Habe ich Hilfe oder koche ich allein?
  • Unverträglichkeiten und Allergien: Worauf muss ich achten?
  • Gibt es Vegetarier oder Veganer unter den Gästen?
  • Unter welchem Motto soll das Menü stehen?

Die Art des Menüs ist insofern entscheidend, dass es über die Auswahl der Speisen entscheidet. Das gilt zum einen für die Gerichte selbst. Gebratene Ente süß-sauer zum Beispiel passt nicht so recht zu Spaghetti Napoli und Bruschetta. Zum anderen hilft das Motto aber auch, über die Anzahl der Gänge und die Speisenfolge zu entscheiden.

Speisenfolge – Verschiedene Menüarten im Überblick

Hierzulande ist vor allem das klassische 3-Gänge-Menü anzutreffen. Eine Suppe oder Salat als Vorspeise, ein warmes Hauptgericht und zum Abschluss eine süße Nachspeise – schon sind alle satt und zufrieden. Doch es geht auch anders. Italiener und Franzosen sind weltweit für ihre traditionsreichen und exquisiten Küchen bekannt. Darum lohnt sich ein Blick auf diese Meister des Geschmacks.

Die wichtigeste Mahlzeit des Tages nehmen Italiener am Abend zu sich. Deswegen verspeisen sie vor dem Schlafen oft ein 5-Gänge-Menü. In der haute cuisine Frankreichs finden sich dagegen noch mehr Gerichte für eine einzige Mahlzeit. Die französische Küche kennt sogar bis zu 15 Gänge! Moderne Sterneköche bieten meistens sieben- bis neun-teilige Menüs an.

Hier ist eine Übersicht der verschiedenen Menüarten und der Reihenfolge der Gerichte:

Gangklassisches französisches Menümodernes Menüitalienisches Menü
1kalte Vorspeise (Hors d’œuvre froid)kalte Vorspeisekalte Vorspeise (Antipasti)
2Suppe (Potage)SuppeSuppe, Pasta oder Risotto (primo piatto)
3warme Vorspeise (Hors d’œuvre chaud)warme Vorspeisewarmes Hauptgericht (secondo piatto)
4Fischgang (Poisson)kaltes Zwischengericht oder SalatNachspeise (dolce)
5Fleischgericht als Hauptgang (Pièce de résistance, Relevé, Grosse pièce)FischgerichtKaffee oder Verdauungsschnaps (digestivo)
6warmes Zwischengericht (Entrée chaude)Sorbet
7kaltes Zwischengericht (Entrée froide)Hauptgericht
8SorbetKäse
9Braten oder Salat (Rôti, Salade)Dessert
10vegetarischer Gang mit Gemüse (Entremets de légumes)
11warme Süßspeise (Entremet de douceur chaud)
12kalte Süßspeise (Entremet de douceur froid, entremet de douceur glacée)
13Würzbissen (Savoury)
14Käse (Entremet de fromage)
15Nachtisch (Dessert)

 

Getränke und Häppchen – Details runden das Essen ab

Wie in der Übersicht schon erkennbar ist: Auch Getränke spielen bei einem Menü eine wichtige Rolle. Schon vor dem ersten Gang reichen Gastgeber gern einen Aperitif, von Italienern aperitivo und in der Schweiz Aperó genannt. Diese Drinks sollten auf den Geschmack der Gäste sowie das bevorstehende Menü abgestimmt sein. Klassischerweise handelt es sich um einen leichten Wein oder Sekt. Doch es gibt ebenfalls bestimmte Before-Dinner-Cocktails und sogar Bier eignet sich als Aperitif.

Dazu gibt es kleine Appetithäppchen. Diese haben je nach Region verschiedene Namen. Deutsche Köche schicken einen Gruß aus der Küche an den Tisch. In Frankreich verzehren Dinnergäste ein kleines Amuse-Geule oder Amuse-Bouche. Es handelt sich dabei nur um Kleinigkeiten, wie Pistazien oder belegte Baguette-Scheiben. Sie sollen den Appetit anregen und Lust auf das Menü machen, aber keinesfalls sättigen.

Während eines Menüs wird in der Regel Wein getrunken, da sind sich Italiener und Franzosen einig. Dabei servieren sie verschiedene Weinsorten. Rot oder weiß, lieblich oder trocken – das richtet sich nach den servierten Speisen. Ein Weinkenner, der sogenannte Sommelier, steht unerfahrenen Gastgebern dabei mit Rat und Tat zur Seite. Wer vegane Gäste erwartet, sollte auf entsprechend gekennzeichnete Getränke achten. Auch Alkoholfreies sollte bereit stehen, vor allem stilles Wasser. Zu guter Letzt darf Kaffee nicht vergessen werden. Ein guter espresso rundet ein italienisches Menü erst so richtig ab.

Dinnermenü in entspannter Atmosphäre

Das Ambiente spielt ebenso eine wichtige Rolle. Klar lässt sich auch ein Menü veranstalten, bei dem die Besucher auf Bierbänken sitzen und von Papptellern essen. Doch etwas Besonderes ist das nicht gerade. Dagegen lassen stilvolle Details einen Abend unter Freunden zu etwas ganz Besonderem werden.

Eine hochwertige Tischdecke und dazu passende Stoffservietten bilden die Basis. Darauf lassen sich neben Geschirr und Besteck auch Blumen und ein wenig Deko arrangieren. Es müssen kein teures Porzellan und Goldlöffel sein. Solange du genügend zueinander passende Teller, Gläser etc. hast, ergibt sich ein ruhiges Gesamtbild und deine Gäste werden schon beim Hereinkommen begeistert sein.

Auch eine kleine Aufmerksamkeit als Gastgeschenk kommt immer gut an. Am besten ist ein Conversation Starter, damit deine Besucher sich unterhalten können, während du in der Küche den ersten Gang vorbereitest. Es lohnt sich ebenso, Speisekarten für das Menü zu erstellen. So wird jeder Teilnehmer sich sofort wohl und angekommen fühlen. Schlussendlich rundet die richtige Beleuchtung das Dinnermenü ab. Es müssen keine Kerzen sein, doch gedimmtes Licht hilft beim Entspannen und fördert einen gemütlichen Start in den Abend.

Vorschlag für ein italienisches Grillmenü

Natürlich kommt unsere Leidenschaft, das Grillen, auch bei einem Menü für Freunde nicht zu kurz. Glücklicherweise lassen sich mittlerweile alle möglichen Gerichte auf dem Rost zubereiten. Für ein Menü unter dem italienischen Motto La Dolce Vita (deutsch: Das süße Leben) sind unsere Vorschläge:

  • aperitivo: Prosecco mit Crostini
  • antipasti: gegrillte Zucchini
  • primo piatto: auf dem Rost erhitzte Minestrone
  • secondo piatto: Wild mit Grillgemüse
  • dolce: Tiramisu – mit Hilfe einer Soufflé-Form ebenfalls auf dem Grill zubereitet
  • digestivo: Kaffee

Tipps für ein gelungenes Menü

Zum Abschluss noch ein paar kleine Tipps für dein perfektes Menü:

Achte auf die Portionsgrößen. Bei mehreren Gängen lautet die Devise „Weniger ist mehr“. Bei größeren Mengen sind die Besucher vielleicht schon nach der Vorspeise satt – und das wäre total schade! Also serviere lieber kleine Portionen und halte den Rest warm, sodass du auf Nachfrage einen Nachschlag auftischen kannst.

Apropos Warmhalten: Ein wichtiger Aspekt beim Dinnermenü ist, dass alle Gäste zusammen essen können. Und warm sollten die Speisen natürlich auch sein. Deswegen ist es von Vorteil, das Geschirr im Backofen etwas anzuwärmen. So behalten die Gerichte ihre Temperatur, während du in Ruhe anrichten und servieren kannst.

Hast du noch mehr Tricks auf Lager, um Gäste zu bewirten? Wir freuen uns über deine Anregungen und Ideen für ein Grillmenü in den Kommentaren.