Sobald die ersten Blätter fallen, steht mit dem Herbst auch die Pilzsaison vor der Tür. Pilze sammeln ist ein beliebtes Hobby. Jedoch solltest du beim Sammeln und Zubereiten einige Dinge beachten.

Die beliebtesten essbaren Pilze

Der wohl beliebteste Speisepilz ist der Steinpilz. Er gehört zu den Dickröhrlingen und ist vor allem in norddeutschen Wäldern zu finden. Auch der Pfifferling ist nicht nur unter Sammlern beliebt. Er riecht bei der Ernte nach Aprikosen und muss vor dem Verzehr gründlich geputzt werden. Waschen ist bei dieser Sorte nicht optimal, da er sich schnell mit Wasser vollsaugt. Ein weiterer Speisepilz ist der Maronenröhrling. Er hat einen nussigen Geschmack und ist gut zu erkennen, da er kein Adernetz am Stiel aufweist. Ein etwas skurril aussehender Speisepilz ist die Krause Glucke. Sie sieht wie ein Schwamm aus, der Ähnlichkeiten mit einem Huhn hat. Die Krause Glucke besteht aus einem krausen Geflecht und wächst in der Nähe von Kiefern und Fichten. Ein weiterer beliebter Vertreter ist die Morchel, welche im Mischwald vorkommt, und vor allem in der asiatischen Küche Verwendung findet. Im rohen Zustand ist der Pilz giftig wie einige andere Pilze auch.

Pilze sammeln: Vorsicht bei diesen Pilzen

Es existieren Exemplare, die essbaren Arten sehr ähnlichsehen. Der grüne Knollenblätterpilz gilt als ein hochgiftiger Pilz und sieht dem Waldchampignon zum Verwechseln ähnlich. Bereits der Verzehr von 50 g hat eine tödliche Wirkung. Er ist für viele der Todesfälle durch Pilze in Deutschland verantwortlich. Auch der Gemeine Riesenschirmpilz hat einen giftigen Doppelgänger: den gemeinen Giftriesenschirmling. Er sorgt für starke Magen-Darm-Beschwerden. Sein Verzehr ist jedoch nicht tödlich. Besonders häufig findet eine Verwechslung beim gepunkteten Perlpilz statt. Das giftige Pendant dazu ist der Pantherpilz, der zunächst einen Rauschzustand herbeiruft und dann zum Tod durch Atemlähmung führen kann. Solltest du dir einmal beim Pilze sammeln nicht sicher sein, dann lass den Pilz lieber stehen oder Fragen einen Experten nach Rat.

Wo wachsen Pilze am besten?

Wer weiß, wo er am besten nach Pilzen suchen muss, der spart viel Zeit und kann anderen Sammlern zuvorkommen. In der Regel sind Pilze in der Nähe von großen Bäumen zu finden. Einige Arten benötigen Baumwurzeln zum Wachsen, weshalb sie dort vermehrt vorkommen. Die Sammelsaison beginnt im Spätsommer und reicht bis in den November. Viele Sorten sind dabei sogar bis zu fünf Monate auffindbar. Geografisch gesehen bieten die Wälder im Norden Deutschlands die besten Voraussetzungen für das Sammeln vieler Pilzarten. Insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern existieren unzählige Wälder, die sich großer Beliebtheit bei Sammlern erfreuen. Fast alle Arten bevorzugen einen feucht-warmen Boden, weshalb ein Wechsel von warmen und nassen Tagen ideal für das Wachstum von Pilzen ist.

Mythos oder Wahrheit – Können Pilze wieder aufgewärmt werden?

Auch du hast sicherlich schon einmal davon gehört, dass Pilze nicht aufgewärmt werden dürfen. Doch dieser Ratschlag stammt eher aus vergangenen Zeiten, in denen es noch keine Kühlschränke gab. Solange die Pilze gut gekühlt waren und nun ausreichend erhitzt werden, ist das Erwärmen kein Problem. Bei ungekühlten Pilzgerichten ist aber dennoch Vorsicht geboten, da sie zu den leicht verderblichen Lebensmitteln gehören. Bei eingefrorenen Pilzgerichten empfiehlt sich ein schonendes Auftauen. Beliebte Sorten wie Pfifferlinge und Steinpilze sind empfindlich bei zu hoher Hitze oder einem zu langen Kochvorgang. Der Geschmack kann sich erheblich verändern und bitter werden.

Wie mache ich Pilze am besten haltbar?

An guten Herbsttagen finden Sammler große Mengen an Steinpilzen und anderen Arten im Wald. Doch diese lassen sich meist nicht an einem Tag zubereiten und verzehren. Die beste Methode um Pilze haltbar zu mache ist das Einfrieren von rohen Pilzen. Eingefroren sind die Pilze dann bis zu 12 Monate haltbar. Die Pilze können auch gebraten eingefroren werden. Jedoch sollten sie dann spätestens nach 6 Monaten gegessen werden.

Einige Pilzarten wie der Steinpilz entwickeln ein besonderes Aroma, wenn sie getrocknet sind. Ideal ist es, sie im Backofen bei 50 Grad schonend zu trocknen. Auch gemahlen als Gewürz bereichern Pilze diverse Gerichte. Wer die Pilze verzehrfertig erhalten möchte, der kann diese gekocht mit Wasser und Essig einwecken.